← Blog|SEO7 Min. Lesezeit·

Google Unternehmensprofil beanspruchen in 5 Schritten

Google Unternehmensprofil beanspruchen: So übernehmen Sie den Eintrag, bestätigen Ihr Unternehmen und halten Daten für Kunden zuverlässig stets aktuell.

Ein Kunde sucht am Dienstagabend nach einem Elektriker, einer Physiopraxis oder einem Friseursalon in seiner Nähe. Er sieht Karte, Öffnungszeiten, Telefonnummer und Bewertungen. Genau dort entscheidet sich oft, ob er anruft oder weitersucht. Ein Google Unternehmensprofil beanspruchen heißt: Sie übernehmen die Kontrolle über diesen Eintrag und können selbst festlegen, was dort steht.

Das ist kein Ersatz für eine gute Website. Aber für Betriebe mit lokalem Einzugsgebiet ist es ein fester Baustein, um bei Google gefunden zu werden. Denn der schönste Eintrag hilft wenig, wenn die alte Handynummer drinsteht, die Öffnungszeiten vom Vorbesitzer stammen oder Kunden vor verschlossener Tür stehen.

Was es bedeutet, ein Google Unternehmensprofil zu beanspruchen

Google legt Unternehmensprofile manchmal selbst an. Grundlage können öffentliche Daten, Angaben aus Verzeichnissen oder Hinweise von Nutzern sein. Auch frühere Mitarbeiter, ein Dienstleister oder der Vorinhaber können einen Eintrag angelegt haben. Der Betrieb ist dann zwar sichtbar, Sie können ihn aber nicht ohne Weiteres ändern.

Beim Beanspruchen weisen Sie Google nach, dass Sie das Unternehmen vertreten dürfen. Erst nach der Bestätigung erhalten Sie die Verwaltungsrechte. Dann können Sie Name, Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos und Kontaktangaben pflegen. Auch auf Bewertungen können Sie antworten.

Das ist besonders praktisch, wenn sich im Betrieb etwas ändert: neue Öffnungszeiten in der Saison, ein weiterer Standort, eine andere Telefonnummer oder eine vorübergehend geschlossene Werkstatt. Solche Informationen gehören nicht auf einen Zettel am Tresen, sondern dorthin, wo Kunden suchen.

Google Unternehmensprofil beanspruchen: vorher kurz prüfen

Gehen Sie nicht sofort davon aus, dass noch kein Eintrag existiert. Suchen Sie bei Google nach Ihrem Betriebsnamen, der Adresse und einer passenden Leistung, etwa „Dachdecker Kiel“ oder „Podologie Lübeck“. Schauen Sie auch in Google Maps nach.

Es gibt dabei drei typische Fälle. Entweder finden Sie keinen Eintrag und legen ein neues Profil an. Oder der Eintrag ist vorhanden und noch nicht bestätigt. Dann bietet Google meist eine Schaltfläche wie „Inhaber dieses Unternehmens?“ oder „Dieses Unternehmen beanspruchen“ an. Die dritte Variante ist etwas kniffliger: Das Profil wird bereits von einem Google-Konto verwaltet, auf das Sie keinen Zugriff haben.

Legen Sie nicht vorschnell einen zweiten Eintrag an. Doppelte Profile verwirren Kunden. Sie teilen zudem Bewertungen, Fotos und Angaben auf zwei Stellen auf. Bei einer Praxis kann das dazu führen, dass Patienten zwei verschiedene Telefonnummern finden. Bei einem Handwerksbetrieb steht im einen Profil vielleicht die alte Adresse, im anderen die neue. Erst prüfen, dann handeln, spart später Aufräumarbeit.

So gehen Sie in fünf Schritten vor

1. Mit einem betrieblichen Google-Konto anmelden

Nutzen Sie möglichst ein Konto, das zum Betrieb gehört und nicht nur an eine einzelne Person gebunden ist. Wenn die Buchhaltung oder ein ehemaliger Mitarbeiter ein privates Konto genutzt hat, wird der Wechsel später unnötig mühsam.

Notieren Sie Zugangsdaten so, dass eine zweite verantwortliche Person sie im Notfall findet. Nicht auf einem losen Zettel in der Schublade, den nach zwei Jahren keiner mehr versteht. Ein Passwort-Manager oder eine sauber dokumentierte Ablage ist besser.

2. Den vorhandenen Eintrag auswählen

Suchen Sie im Google-Unternehmensprofil-Manager nach dem Namen Ihres Betriebs. Achten Sie auf Anschrift, Branche und Telefonnummer. Gerade bei häufigen Namen kann Google mehrere ähnliche Treffer zeigen.

Wenn Ihr Betrieb umgezogen ist, beanspruchen Sie in der Regel den bestehenden Eintrag und ändern die Adresse nach der Bestätigung. Ein neuer Eintrag ist eher dann sinnvoll, wenn es wirklich ein zusätzlicher, eigenständiger Standort ist. Bei Dienstleistern ohne Ladenlokal, etwa einem mobilen Hausmeisterservice, können Sie ein Einsatzgebiet angeben und die Privatadresse verbergen.

3. Die Bestätigung durchführen

Google entscheidet, welche Bestätigung angeboten wird. Möglich sind je nach Betrieb ein Brief mit Code, ein Anruf, eine E-Mail, ein Video oder eine andere Prüfung. Sie können diese Auswahl nicht immer frei bestimmen.

Kommt ein Brief, prüfen Sie den Briefkasten regelmäßig und ändern Sie bis zur Bestätigung möglichst keine zentralen Profildaten. Bei einer Video-Prüfung kann Google zum Beispiel sehen wollen, dass Sie Zugang zu Betriebsräumen, Werkzeugen, Fahrzeugen oder Unterlagen mit dem Unternehmensnamen haben. Zeigen Sie nur das, was tatsächlich zu Ihrem Betrieb gehört.

Manchmal scheitert die Bestätigung nicht an Google, sondern an Kleinigkeiten: Der Firmenname am Schild weicht stark vom Profilnamen ab, die Adresse ist unvollständig oder der Brief landet in der Werbung. Dann hilft es, die Angaben ruhig zu prüfen, statt mehrere Profile anzulegen.

4. Die Daten vollständig und ehrlich eintragen

Nach der Bestätigung beginnt die eigentliche Arbeit. Tragen Sie den Namen so ein, wie Kunden und Unterlagen ihn kennen. Zusätze wie „bester Maler“, „günstig“ oder eine Reihe von Orten gehören nicht in den Unternehmensnamen, wenn sie nicht Teil der offiziellen Bezeichnung sind. Das kann zu Änderungen durch Google führen und wirkt auf Kunden schnell seltsam.

Wählen Sie eine Hauptkategorie, die Ihre wichtigste Leistung trifft. Ein Sanitärbetrieb ist nicht gleichzeitig Bauunternehmen, Heizungsmonteur und Badplaner als Hauptkategorie. Weitere Kategorien können passen, wenn sie echte, regelmäßige Leistungen beschreiben.

Bei den Öffnungszeiten gilt: lieber korrekt als großzügig geschätzt. Haben Sie eine Werkstatt mit festen Zeiten, aber Kundentermine nur nach Vereinbarung, schreiben Sie das verständlich dazu. Bei Feiertagen und Betriebsurlaub sollten Sie Sonderzeiten hinterlegen. Das ist eine kleine Pflegearbeit mit großer Wirkung, weil unnötige Anrufe und verärgerte Kunden ausbleiben.

5. Das Profil nicht wieder liegen lassen

Ein beanspruchtes Profil ist kein Projekt für einen Nachmittag, das danach erledigt ist. Prüfen Sie es bei Veränderungen und mindestens einige Male im Jahr. Stimmen Telefonnummer, Website, Öffnungszeiten, Kategorien und Adresse noch? Gibt es neue Fotos? Sind Fragen oder Bewertungen offen?

Fotos müssen nicht geschniegelt wie aus einem Katalog aussehen. Gute Bilder aus dem echten Betrieb reichen oft: das Team bei der Arbeit, der Eingang, ein sauberer Verkaufsraum, ein fertiggestelltes Projekt oder das Firmenfahrzeug. Unscharfe Bilder, fremde Stockfotos oder Fotos von Kunden ohne Zustimmung gehören dagegen nicht hinein.

Wenn jemand anderes den Eintrag verwaltet

Steht beim Beanspruchen, dass der Eintrag bereits verwaltet wird, können Sie eine Zugriffsanfrage stellen. Der bisherige Verwalter erhält dann eine Nachricht. Reagiert diese Person, kann sie Ihnen Zugriff geben. Reagiert sie nicht, zeigt Google nach einer Wartezeit häufig weitere Schritte an.

Das kann vorkommen, wenn eine frühere Agentur den Eintrag mit ihrem Konto eingerichtet hat oder ein Mitarbeiter ausgeschieden ist. Sprechen Sie zuerst sachlich miteinander. Ziel ist nicht, jemandem etwas wegzunehmen, sondern dass der Betrieb selbst die Daten verwalten kann.

Sobald Sie wieder Zugang haben, prüfen Sie die Benutzerrechte. Geben Sie Mitarbeitern nur die Rechte, die sie wirklich brauchen. Ein Betrieb sollte außerdem mindestens zwei verantwortliche Personen hinterlegt haben. So hängt der gesamte Eintrag nicht an einer einzigen E-Mail-Adresse.

Was ein gepflegtes Profil bringt - und was nicht

Ein korrektes Unternehmensprofil erleichtert Kunden den Weg zu Ihnen. Sie finden die richtige Nummer, sehen Ihre Öffnungszeiten, planen die Anfahrt oder lesen, welche Leistungen Sie anbieten. Das kann besonders bei akuten Suchen helfen: Rohrbruch, kaputter Rollladen, kurzfristiger Termin beim Optiker oder ein Tisch für den Abend.

Es ersetzt aber weder gute Arbeit noch eine verständliche Website. Google entscheidet selbst, welche Betriebe bei einer Suche sichtbar werden. Entfernung, Suchanfrage, Bekanntheit und die Qualität der Angaben spielen zusammen. Wer ein Profil beansprucht, kauft keine feste Position bei Google.

Für die lokale Suche gehört das Profil trotzdem zu den Grundlagen. Wenn Sie dabei Unterstützung brauchen, schaue ich mir im Rahmen von SEO, also dem besseren Gefundenwerden bei Google, erst an, was bereits vorhanden ist. Dann räumen wir die Daten auf, ohne aus dem Alltag des Betriebs ein Technikprojekt zu machen.

Häufige Fragen aus kleinen Betrieben

Muss jeder Betrieb eine Adresse öffentlich zeigen?

Nein. Wenn Sie Kunden nicht an Ihrer Adresse empfangen, etwa als mobiler Dienstleister, können Sie die Adresse ausblenden und ein Einsatzgebiet hinterlegen. Wenn Kunden zu Ihnen kommen, sollte die Adresse dagegen stimmen und vor Ort nachvollziehbar sein.

Kann ich Bewertungen nach dem Beanspruchen einfach entfernen?

Nein. Sie können auf Bewertungen antworten und Bewertungen melden, wenn sie gegen die Regeln von Google verstoßen. Ob Google sie entfernt, entscheidet Google. Eine ruhige, sachliche Antwort ist bei berechtigter Kritik oft hilfreicher als eine Diskussion.

Was ist bei einer Umbenennung oder einem Umzug zu tun?

Aktualisieren Sie den bestehenden Eintrag, wenn es derselbe Betrieb bleibt. Bei einer echten Übernahme oder einem völlig neuen Unternehmen kann die Lage anders sein. Dann lohnt sich ein genauer Blick, damit Daten, Bewertungen und Erwartungen von Kunden nicht durcheinandergeraten.

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie den richtigen Eintrag beanspruchen oder einen doppelten Eintrag vor sich haben, rufen Sie mich gern an oder schreiben Sie mir. Dann schauen wir gemeinsam auf die Angaben, bevor daraus unnötige Zettelwirtschaft wird.

Und wie sieht das in Ihrem Betrieb aus?

Wenn Sie das Thema für sich durchgehen wollen: Rufen Sie an oder schreiben Sie mir. 20–30 Minuten, kostenlos, ohne Vorbereitung – ich sage Ihnen ehrlich, was sich bei Ihnen lohnt.

Unverbindlich anfragen 
Passend dazuWas ich zu diesem Thema konkret anbiete.