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Website-Inhalte für Handwerker richtig planen

Handwerker Website Inhalte planen: So zeigen Sie Leistungen, Referenzen und Ansprechpartner klar, gewinnen passende Anfragen und sparen Rückfragen.

Eine Website scheitert selten an fehlenden Bildern oder einer falschen Farbe. Häufig fehlt etwas Einfacheres: klare Antworten auf die Fragen, die Kunden vor dem Anruf haben. Beim Thema „Handwerker Website Inhalte planen“ geht es deshalb nicht darum, möglichst viel Text zu sammeln. Es geht darum, dass ein Interessent in zwei Minuten versteht, was Sie machen, für wen Sie arbeiten und wie er Sie erreicht.

Ein Hausbesitzer sucht nicht nach Ihrer Unternehmensgeschichte, wenn im Bad ein Rohr tropft. Er will wissen: Machen die das? Kommt jemand in meine Gegend? Wen rufe ich an? Bei einer Dachdeckerei, Tischlerei oder Elektrofirma ist es genauso. Ihre Website muss diese Fragen zuerst beantworten. Alles andere kommt danach.

Mit den Fragen Ihrer Kunden anfangen

Viele Betriebe beginnen mit dem Menü. Dann entstehen Seiten wie „Über uns“, „Leistungen“ und „Kontakt“. Das ist nicht falsch, aber noch kein Plan. Besser ist: Schreiben Sie erst auf, warum Kunden tatsächlich anrufen.

Bei einem Malerbetrieb können das Schimmel, ein Wasserschaden, ein neuer Anstrich vor dem Einzug oder die Fassadensanierung sein. Ein SHK-Betrieb wird wegen Heizungsausfall, Badmodernisierung, Wärmepumpe oder Wartung gesucht. Eine Tischlerei wegen Einbauschränken, Fenstern, Türen oder Reparaturen.

Aus diesen Anlässen entstehen die Inhalte Ihrer Website. Nicht aus Werbesätzen wie „Qualität aus Leidenschaft“. Das kann stimmen, hilft einem Kunden aber nicht bei der Entscheidung. Konkreter ist: „Wir modernisieren Bäder im bewohnten Haus und stimmen die Arbeiten mit Ihnen ab.“ Damit weiß der Besucher mehr.

Erst die wichtigen Anfragen, dann die Nebenleistungen

Nicht jede Leistung braucht sofort eine eigene Unterseite. Wenn Sie zehn Dinge anbieten, aber mit drei davon den größten Teil Ihrer Aufträge machen, gehören diese drei zuerst sauber auf die Website. Sie bekommen mehr Raum, bessere Bilder und klare Beispiele.

Nebenleistungen können auf einer Übersichtsseite stehen. Das hält die Website übersichtlich und verhindert, dass Sie später fünf Seiten pflegen müssen, die kaum jemand liest. Ob eine einzelne Leistungsseite sinnvoll ist, hängt davon ab, wie oft Kunden danach suchen und wie unterschiedlich der Ablauf ist.

Die Seiten, die ein Handwerksbetrieb meist braucht

Eine kleine Handwerker-Website muss kein Katalog mit 40 Unterseiten sein. Sie braucht aber eine klare Grundstruktur. In den meisten Betrieben reichen zunächst eine Startseite, Leistungsseiten für die wichtigen Arbeiten, eine Referenzseite, eine Über-uns-Seite und eine Kontaktseite.

Die Startseite ist keine zweite Unternehmensbroschüre. Sie soll schnell einordnen: Was machen Sie, in welchem Gebiet arbeiten Sie und wie nehmen Kunden Kontakt auf? Nennen Sie Ihre wichtigsten Leistungen direkt am Anfang. Ein Foto aus dem Betrieb oder von einer echten Baustelle ist meist besser als ein beliebiges Bild mit Handschlag und Schutzhelm.

Auf Leistungsseiten erklären Sie nicht nur die Überschrift. Beschreiben Sie, was der Kunde erwarten kann. Bei einer Badmodernisierung können das etwa Aufmaß, Planung, Abstimmung der Gewerke und die Arbeiten vor Ort sein. Bei einer Elektroinstallation könnten es Neubau, Sanierung, Prüfung und Erweiterung bestehender Anlagen sein. Bleiben Sie bei dem, was Sie wirklich anbieten.

Die Über-uns-Seite darf persönlich sein. Gerade kleinere Betriebe gewinnen Vertrauen, weil Kunden wissen möchten, wer ins Haus kommt. Zeigen Sie den Inhaber, das Team oder die Werkstatt. Schreiben Sie verständlich, seit wann der Betrieb besteht, wie Sie arbeiten und was Kunden bei Ihnen erwarten dürfen. Lange Lebensläufe braucht es dafür nicht.

Referenzen zeigen, ohne eine Hochglanzbroschüre zu bauen

Vorher-Nachher-Bilder, fertige Bäder, neue Fenster oder ein individuell gebauter Schrank machen Ihre Arbeit sichtbar. Gute Referenzen müssen nicht geschniegelt aussehen. Sie müssen nachvollziehbar sein.

Zu jedem Projekt reichen oft drei Angaben: die Ausgangslage, die ausgeführte Arbeit und ein oder zwei Besonderheiten. Statt „Traumprojekt in Kiel“ schreiben Sie besser: „Altbauwohnung: kleines Bad neu aufgeteilt, Leitungen erneuert und barrierearme Dusche eingebaut.“ Das zeigt Fachlichkeit und hilft Menschen mit einem ähnlichen Vorhaben.

Achten Sie auf die Erlaubnis der Kunden, wenn private Häuser, Namen oder erkennbare Details zu sehen sind. Bei Innenaufnahmen kann schon eine Familienfotografie an der Wand zu viel sein. Oft lassen sich Bilder so aufnehmen, dass das Ergebnis sichtbar bleibt und Privates draußen bleibt.

Inhalte für Google und Menschen zusammen planen

Wenn Menschen bei Google nach „Elektriker Notdienst“, „Tischler Einbauschrank“ oder „Maler Fassadensanierung“ suchen, braucht Ihre Website passende, verständliche Inhalte. Das wird oft Suchmaschinenoptimierung genannt - also die Arbeit daran, bei Google zu den eigenen Leistungen gefunden zu werden.

Dafür müssen Sie keine Texte mit Suchbegriffen vollstopfen. Google und Kunden merken schnell, wenn ein Satz nur für eine Maschine geschrieben wurde. Schreiben Sie lieber so, wie Sie einem Neukunden am Telefon erklären würden, was Sie machen. Nennen Sie Leistungen, typische Probleme, den Einsatzbereich und den Ablauf.

Ein Betrieb, der nur in einem überschaubaren Umkreis arbeitet, sollte sein Gebiet klar benennen. Wer in Schleswig-Holstein und deutschlandweit unterwegs ist, kann das ebenfalls erklären, sollte aber ehrlich bleiben: Für welche Arbeiten fahren Sie weiter, und was erledigen Sie vor allem vor Ort? Diese Einordnung spart unpassende Anfragen.

Ortsseiten sind nur dann sinnvoll, wenn sie einen eigenen Nutzen haben. Eine Seite mit fast gleichem Text für Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster bringt selten etwas Gutes. Besser sind aussagekräftige Leistungsseiten und ein sauber gepflegtes Google-Unternehmensprofil.

So sammeln Sie Material, ohne dass die Website zur Dauerbaustelle wird

Die meisten Inhalte stecken bereits in Ihrem Betrieb. Sie liegen in Angeboten, auf dem Handy, in abgeschlossenen Projekten und im Kopf desjenigen, der täglich Kunden berät. Man muss sie nur sortieren.

Nehmen Sie sich für jede wichtige Leistung etwa zehn Minuten und beantworten Sie diese Fragen schriftlich: Wobei helfen wir? Für wen ist das gedacht? Was gehört dazu? Was gehört ausdrücklich nicht dazu? Welche Fragen hören wir oft? Was soll ein Kunde vorbereiten, bevor er anruft?

Danach sammeln Sie Bilder. Keine Bildersammlung für Jahre, sondern zunächst genug für die wichtigsten Seiten. Fotografieren Sie bei passenden Projekten den Ausgangszustand, einen Arbeitsschritt und das Ergebnis. Ein Bild vom Messgerät, dem Zuschnitt oder der Montage erklärt oft mehr als ein langer Absatz.

Wenn Sie wenig Zeit haben, bestimmen Sie im Betrieb eine Person, die Fotos und Stichpunkte in einem gemeinsamen Ordner ablegt. Das kann auch die Person sein, die ohnehin Rechnungen vorbereitet oder Termine koordiniert. Wichtig ist nicht perfekte Organisation. Wichtig ist, dass neues Material nicht wieder auf einzelnen Handys verschwindet.

Einen einfachen Redaktionsplan erstellen

Ein Redaktionsplan klingt nach Marketingabteilung. Im Handwerk reicht häufig eine einfache Tabelle. Darin steht, welche Seite fehlt, welches Material vorhanden ist, wer etwas zuliefert und was als Nächstes fertig wird.

Beginnen Sie nicht gleichzeitig mit allen Themen. Erst die Startseite und die zwei oder drei wichtigsten Leistungen. Danach Referenzen. Anschließend können häufige Fragen, saisonale Arbeiten oder neue Angebote ergänzt werden. So geht die Website nach und nach voran, statt monatelang auf alle fehlenden Fotos zu warten.

Planen Sie außerdem die Pflege mit ein. Öffnungszeiten, Telefonnummer, Ansprechpartner und Leistungen ändern sich. Eine Website ist kein Schild, das man einmal aufhängt und dann vergisst. Wenn sich im Betrieb etwas ändert, sollte es auch online stimmen. Sonst rufen Kunden mit falschen Erwartungen an - und Ihre Mitarbeiter erklären dieselben Dinge immer wieder.

Was Sie nicht auf die Website schreiben müssen

Nicht jede interne Information gehört ins Netz. Schreiben Sie keine langen Texte über Maschinen, wenn Kunden daraus keinen Nutzen ziehen. Versprechen Sie keine Termine, die Sie wegen Wetter, Material oder voller Auftragslage nicht halten können. Und kopieren Sie keine Texte von Herstellern. Die klingen oft austauschbar und beschreiben selten Ihre tatsächliche Arbeitsweise.

Auch bei Notdiensten, Reparaturen und kleinen Aufträgen lohnt sich Klarheit. Wenn Sie bestimmte Leistungen nicht mehr übernehmen, sagen Sie es freundlich. Das kann weniger Anfragen bedeuten, aber oft sind es genau die Anfragen, die ohnehin nicht passen würden.

Eine gute Handwerker-Website muss nicht laut sein. Sie muss die richtigen Informationen an der richtigen Stelle zeigen. Wenn Sie beim Sortieren Ihrer Inhalte festhängen oder eine bestehende Website klarer machen möchten, können Sie mich anrufen oder schreiben.

Und wie sieht das in Ihrem Betrieb aus?

Wenn Sie das Thema für sich durchgehen wollen: Rufen Sie an oder schreiben Sie mir. 20–30 Minuten, kostenlos, ohne Vorbereitung – ich sage Ihnen ehrlich, was sich bei Ihnen lohnt.

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